Econlib

The Library

Other Sites

Front Page arrow Titles (by Subject) arrow AUFTRITT IV.— - Beethoven' s Opera Fidelio. German Text, with an English Translation

Return to Title Page for Beethoven’ s Opera Fidelio. German Text, with an English Translation

Search this Title:

Also in the Library:

Subject Area: Music
Topic: Opera and Liberty

AUFTRITT IV.— - Ludwig van Beethoven, Beethoven’ s Opera Fidelio. German Text, with an English Translation [1805]

Edition used:

Beethoven’ s Opera Fidelio. German Text, with an English Translation (Boston: Oliver Ditson, 1864).

About Liberty Fund:

Liberty Fund, Inc. is a private, educational foundation established to encourage the study of the ideal of a society of free and responsible individuals.


AUFTRITT IV.—

VorigeLeonore,a/sFidelio.Sie trägt ein Behältniss mit Lebensmitteln, auf dem Arme, Ketten, die sie beim Eintreten an dem Stübchen des Pförtners ablegt; an der Seite hängt ihr eine blecherne Blüchse an einer Schnur.

Mar.

[auf Leonore zulaufend.] Wie er belastet ist. Liebe Gott! Der Schweiss läuft ihm von der Stirne.

[Sie nimmt ihr Sacktuch und versucht ihr das Gesicht abzutrocknen.

Rok.

Warte! warte!

[Er hilft mit Marzellinen, ihr das Behältniss vom Rücken zu nehmen.

Jaq.

[bie Seite.] Es war auch wohl der Mühe werth, so schnell zu laufen, um den Patron da hereinzulassen.

[Geht in sein Stübchen, kommt aber bald wieder heraus, macht den Beschäftigten, sucht aber eigentlich die Uebrigen zu beobachten

Rok.

Armer Fidelio,—diesmal hast du dir zu viel aufgeladen

Leo.

[vorgehend und sich das Gesicht abwischend.] Ich muss gestehen, ich ben ein wenig ermüdet.

Rok.

Wieviel kostet Alles zusammen?

Leo.

Zwölf Piaster ohngefähr. Hier ist die genaue Rechnung.

Rok.

[durchseiht die Rechnung.] Gut! brav! zum Wetter! Da giebt es Artikel, auf die man wenigstens das Doppelte profitiren kann. Du bist ein kluger Junge! [bei Seite.] Der Schelm giebt sich alle diese Mühe offenbar meiner Marzelline wegen

Leo.

Ich suche zu thun, was mir möglich ist.

Rok.

Ja, ja! Du bist brav! Ich habe dich aber auch mit jedem Tage lieber; und sey versichert, dein Lohn soll nicht ausbleiben.

[Er wirft während der letztern Worte wechselnde Blicke auf Leonoren und Marzellinen

Leo.

[verlegen.] O glaubt nicht, dass ich meine Schuldigkeit nur des Lohnes wegen—

Rok.

Still! [mit Blicken wie vorher.] Meinst du ich kann dir nicht ins Herz schen?

[Er scheint sich an der zunehmenden Verlegenheit Leonorens zu weiden und geht dann bei Seite, die Ketten zu besehen. Marzelline hat bei dem Lobe, sie mit immer steigender Bewegung hebevoll betrachtet.